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Dünnes Eis: Apple macht die Auseinandersetzung mit Windows zu einer Generationenfrage.

04.06.2024

Drei neue Spots für das MacBook haben eine unmissverständliche Aussage: Studentinnen und Studenten haben die Vorzüge eines Macs erkannt, während die Lehrkräfte der Generation X bei den traditionellen Windows PCs hängen geblieben sind. Die nach wie vor ihr Weltbild prägen. Etwa die eines pessimistischen Professors, der einer Studentin ein vorzeitiges Ende ihrer Tätigkeit mit ihrem Notebook prophezeit: "First class of the day and no charger? You're playing a dangerous game...". Dann wird er philosophisch: "But I guess battery death is just a part of battery life. You get used to it, grow numb to it." An dieser Stelle unterbricht die junge Frau seine düsteren Gedanken und beruhigt ihn. Sie benutzt ein MacBook, dessen Batterie genug Energie für den ganzen Tag liefert. Der Professor findet umgehend etwas anderes, das ihm Sorgen bereitet: Die knarrenden Stühle im Hörsaal.

In der zweiten Episode geht um die Fähigkeit eines Notebooks, große Datenmengen oder mehrere Apps gleichzeitig zu verarbeiten. Aber auch das ist mit dem MacBook kein Problem. Etwas irritierend ist die dritte Geschichte, in der eine Studentin ihr MacBook nicht wiederfindet. Ein Professor beobachtet das und sieht sich genötigt, ungefragt ein paar Gedanken beizusteuern: "Computers have a funny way of vanishing ‘round here. You look away... poof, they're gone. Some say they were sold off for parts, stickers and all." Weiter kommt er nicht, denn die Studentin hat ihr Notebook über die Funktion "Find My" erfolgreich lokalisiert. Irritierend ist dieses Beispiel deshalb, weil es schon etwas befremdlich ist, dass man sein Notebook nicht mehr finden. Aber das ist wahrscheinlich der Suchfunktion geschuldet, die Apple irgendwie demonstriert wollte. Was naturgemäß nur Sinn macht, wenn man zuvor etwas verlegt hat.

Dramaturgisch fällt die Kampagnen auf, weil alle Episoden in einer düsteren Umgebung spielen und nicht zuletzt durch die dramatische Musik auf seltsame Weise bedrohlich wirken. Werbung für Hochschulen ist die Kampagne sicherlich nicht.